James Joyce Thomas Mann Richard Strauss


James Joyce :

 

Da saß meist allein in einer Ecke des Café Odeon ein junger Mann mit einem kleinen braunen Bärtchen, auffallend dicke Brillen vor den scharfen dunklen Augen; man sagte mir, daß es ein sehr begabter englischer Dichter sei. Als ich nach einigen Tagen James Joyce dann kennenlernte, lehnte er schroff jede Zusammengehörigkeit mit England ab. Er sei Ire. Er schreibe zwar in englischer Sprache, aber er denke nicht englisch und wolle nicht englisch denken - "ich möchte", sagte er mir damals, "eine Sprache, die über den Sprachen steht, eine Sprache, der sie alle dienen". ...
Ich wußte nicht, daß er damals schon an seinem "Ulysses" schrieb; er hatte mir nur sein Buch "Portrait of an artist as a young man" geliehen, das einzige Exemplar, das er besaß, und sein kleines Drama "Exiles", das ich damals sogar übersetzen wollte, um ihm zu helfen.

Stefan Zweig: Die Welt von gestern.


Bei seinem Besuch in Salzburg, 1928, signierte James Joyce seinen Roman "Ulysses" für Stefan Zweig.
(To Stefan Zweig - James Joyce, Salzburg, 27 august 1928)






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