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Da saß
meist allein in einer Ecke des Café Odeon ein junger
Mann mit einem kleinen braunen Bärtchen, auffallend dicke
Brillen vor den scharfen dunklen Augen; man sagte mir, daß
es ein sehr begabter englischer Dichter sei. Als ich nach
einigen Tagen James Joyce dann kennenlernte, lehnte er schroff
jede Zusammengehörigkeit mit England ab. Er sei Ire.
Er schreibe zwar in englischer Sprache, aber er denke nicht
englisch und wolle nicht englisch denken - "ich möchte",
sagte er mir damals, "eine Sprache, die über den
Sprachen steht, eine Sprache, der sie alle dienen". ...
Ich wußte nicht, daß er damals schon an seinem
"Ulysses" schrieb; er hatte mir nur sein Buch "Portrait
of an artist as a young man" geliehen, das einzige Exemplar,
das er besaß, und sein kleines Drama "Exiles",
das ich damals sogar übersetzen wollte, um ihm zu helfen.
Stefan
Zweig: Die Welt von gestern.

Bei seinem
Besuch in Salzburg, 1928, signierte James Joyce seinen Roman
"Ulysses" für Stefan Zweig.
(To Stefan Zweig - James Joyce, Salzburg, 27 august 1928)
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